Was Planer von Max Verstappen lernen können

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    Robert Plasman | 25-04-2017 | 3 min

    Vor kurzem hat die Formel-1-Saison begonnen. Seit dem Debüt von Max Verstappen im Jahr 2015, ist dieser Sport in Holland sehr beliebt. Wie viele Holländer war ich von der phänomenalen Aufholjagd von Max auf der Rennstrecke in China beeindruckt. Es wird gemunkelt, dass ‚unser‘ Max ist vielleicht der beste Formel-1-Fahrer der Welt ist. Ich frage mich: Was ist das Geheimnis hinter seinem Erfolg? Ist es pures Talent oder ist es besonders harte Arbeit? Offensichtlich trainiert Max viel und bereitet sein Rennen gut vor. Aber Max vertraut auch auf seine Ausrüstung, sein Team und seine Fähigkeit, im richtigen Moment die Lücke für ein optimales Überholmanöver zu finden. In dieser Hinsicht können Planer in der Fertigungsindustrie viel von der Art und Weise lernen wie Max sich flexibel anpasst um das Beste aus jeder Situation zu holen.

    Vor allem nicht zu detailliert planen

    Wenn ich mit Unternehmen der Fertigungsindustrie über die digitale Steuerung der Produktionsumgebung spreche, ist eine der am häufigsten gestellten Fragen: Inwieweit muss ich planen, um optimal mit Shop Floor Control arbeiten zu können? Die Unternehmen wollen wissen, welche Anforderungen die digitale Steuerung stellt und welcher Detaillierungsgrad in der Planung notwendig ist, um damit überhaupt beginnen zu können. Meine Antwort: Vor allem nicht zu detailliert zu planen, wird dann manchmal als überraschend empfunden. Es ist wirklich nicht nötig, für jeden Arbeitsgang, auf jede Maschine, einen genau gewählten Zeitpunkt in der Planung zu setzen. Abgesehen davon, dass es viel Zeit in Anspruch nimmt, so zu planen, ist es auch eine sehr undankbare Aufgabe. Die Praxis zeigt nämlich, dass die Planung bereits veraltet ist, wenn sie fertig ist. Die Fertigungsindustrie – insbesondere die Auftragsfertigung – ist nun einmal eine dynamische Umgebung, wo Veränderung ein konstanter Faktor und Flexibilität erwünscht ist.

    Der Verlauf des Rennens ist nicht vorhersehbar

    Stellen Sie sich vor, dass Max sein Rennen im Detail vorbereiten würde. Im Simulator kann er perfekt die Rennstrecke erkunden und für jede Kurve die Ideallinie bestimmen. Würde er dann einen Zeitplan festlegen, wann er bremsen muss oder herunterschalten? Und sollte er genau aufzeichnen, nach wie vielen Sekunden er wieder Gas geben kann um einen anderen Fahrer einzuholen? Das klingt sehr unwahrscheinlich. Es ist unmöglich vorherzusagen, wie ein Rennen verläuft. Es gibt viele Variablen, die Max zuvor nicht berücksichtigen kann. Was ist seine Position, als er sich der schwierigen Kurve nähert? Wie optimal ist seine Bereifung und wie ist der Grip auf der Straße? Gibt es ein Fahrzeug direkt vor oder neben ihm? Die Idealkurve und die optimale Geschwindigkeit scheinen plötzlich ganz anders zu sein als in der Vorbereitung geplant. Und so ist es tatsächlich auch in der Fertigung.

    Schnell schalten

    Es gibt zwischendurch Eilaufträge. In der Praxis kommt es vor, dass vorhergehende Arbeitsgänge länger dauern als zuvor eingeplant. Vielleicht kann ein Arbeitsgang nicht begonnen werden, weil nicht alle Materialien zur Verfügung stehen. In Abhängigkeit von solchen Variablen müssen Sie als Fertigungsunternehmen kontinuierlich abwägen: Mit welchem Auftrag beginne ich jetzt am besten? Dass können Sie als Planer nicht vorbereiten und nicht einhalten. Tatsächlich können Sie als Organisation aber vorab festlegen, auf Basis welcher Kriterien geplant werden muss und welche Variablen als wichtig erachtet werden. Muss zum Beispiel der Startzeitpunkt eines Auftrags berücksichtigt werden? Oder finden Sie es wichtiger, wie die restliche Durchlaufzeit ist? Soll Shop Floor Control die Materialverfügbarkeit berücksichtigen und den Status von vorhergehenden Arbeitsgängen? Müssen Aufträge mit hoher Priorität immer vorne in der Planung stehen? Oder haben Sie als Unternehmen andere Kriterien, die bei der Planung berücksichtigt werden müssen?

    Lassen Sie den Algorithmus für sich arbeiten

    Isah Shop Floor Control bietet eine umfassende Liste an Variablen, mit zuvor festgelegten Prioritäten, die berücksichtigt werden müssen. Eventuell möchten Sie diese Liste um eigene Felder erweitern; denken Sie zum Beispiel an die Variable Farbe, wenn Sie mit Pulverbeschichtungen arbeiten. Die Priorisierung der verschiedenen Variablen wird anschließend produktionsweit implementiert. Danach zeigt die Fertigungssteuerung Ihnen, auf Basis der aktuellen Situation, an welchem Auftrag die Mitarbeiter in der Produktion am besten arbeiten. Alles, was Sie als Planer entscheiden müssen, ist, ob es genügend Kapazität gibt und ob diese ausreichend genutzt wird. Dann wird die Planung in die Produktion übermittelt und es wird der Fortschritt überwacht. Innerhalb des angegebenen Zeitraums lassen Sie den Algorithmus von Shop Floor Control festlegen, wie die beste Produktionsreihenfolge ist. Das erspart eine Menge Chaos mit Arbeitsaufträgen, die angepasst oder zurückgerufen werden müssen und allerlei interne Kommunikation über Eilaufträge, vorzuziehende Aufträge, Termine und so weiter. Anstatt jedes Mal die aktuelle Situation zu überdenken, bestimmen Sie einmalig die Strategie bei konkurrierenden Fertigungsaufträgen. Und dann bin ich sicher, dass produzierende Unternehmen, genauso wie Max Verstappen, ein phänomenales Rennen fahren, wenn es um Planung, Effizienz, Durchlaufzeit und Termintreue geht!

    Ready! Set! Go!

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    Robert Plasman
    Durch seine Rolle als Business Consultant ist Robert dafür verantwortlich, Fertigungsunternehmen kontinuierlich bei der Erreichung ihrer Geschäftsziele zu unterstützen. Auf diese Weise hilft er Unternehmen, sich ständig zu verbessern und so die Kundenanforderungen in Bezug auf Schnelligkeit, Effizienz und Flexibilität zu erfüllen.
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